Hinweis zum Artikel „Woge schüttet halbe Million Euro aus“ im SV vom 26.02

02.03.2021

Richtigstellung des Ratsmitglied Michael Schürmann zum Artikel des SV am 26.02.2021

Das Ratsmitglied und Vertreter der Stadt Werdohl in der Gesellschafterversammlung der Woge, Herr Michael Schürmann, nimmt mit folgender E-Mail an den Redakteur Herrn Heyn, Stellung zu dem im Süderländer Volskfreund erschienen Artikel vom 26.02.2021.

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Guten Tag Herr Heyn,

zu Ihrem Artikel im Süderländer vom 26.02.2021 „Woge schüttet halbe Million Euro aus“ und der darin getroffenen Aussage, wonach „diese bemerkenswerte Ausschüttung lediglich ans Licht kam, weil der Neuenrader Kämmerer Gerhard Schumacher seinem Rat eine entsprechende Mitteilung“ gemacht habe, wohingegen „die Politik geflissentlich geschwiegen“ habe erlaube ich mir – in meiner Eigenschaft als Vertreter der Stadt Werdohl in der Gesellschafterversammlung der Woge - die nachfolgenden korrigierenden Hinweise:

1. Bereits im Jahr 2013 haben wir im Rahmen des Beitritts zum Stärkungspakt Kommunalfinanzen bei Aufstellung unseres Haushaltssanierungsplanes unter der laufenden Nr. 55 der Maßnahmenliste aufgeführt, eine Dividende aus unserer Beteiligung an der Woge erwirken zu wollen. Dies in Kenntnis der von Ihnen erläuterten steuerlichen Problematik erst für das Jahr 2020.

Im Entwurf für den Haushalt 2020 wurden bereits Erträge in Höhe von 200.000 € verzeichnet und auf der Seite 357 erläutert. Im Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2021 ist dies erneut geschehen, erläutert auf Seite 329 dieses Entwurfs, der in der vergangenen Ratssitzung am 22.02.2021 beschlossen wurde.

  
2. Formal ist es so, dass der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung zusammen berät, in welchem Verhältnis der erwirtschaftete Gewinn zur Stärkung des Eigenkapitals thesauriert beziehungsweise an die Gesellschafter ausgeschüttet wird und darüber eine Empfehlung an die Gesellschafter abgibt. Den formellen Beschluss fassen die Gesellschafter in ihrer jährlichen Versammlung. Der hier gegenständliche Beschluss wurde in der Gesellschafterversammlung der Woge am 08.09.2020 – in welcher ich die Stadt Werdohl vertreten habe - gefasst.
   

3. Über meine Teilnahme an vorgenannter Gesellschafterversammlung und die dort gefassten Beschlüsse habe ich den Rat der Stadt Werdohl im öffentlichen Teil der Ratssitzung vom 21.12.2020 – und damit in Ihrer persönlichen Anwesenheit – informiert. Der von mir verlesene Bericht, in dem ich die Höhe der zur Ausschüttung anstehenden Bardividende genannt habe, wurde Bestandteil der Niederschrift jener Ratssitzung und ist dieser E-Mail zu ihrer Kenntnis angehängt. Dass ich mich dabei auf die zu berichtenden Fakten beschränke und mich wertender Bemerkungen – beispielsweise über den „Spaßgehalt“ gefasster Beschlüsse – enthalte, liegt in der Natur meiner diesbezüglichen Aufgabe.

Zusammenfassend konstatierte ich, dass ein eventuell empfundenes Informationsdefizit nicht mangelnder politischer Transparenz sondern mangelnder journalistischer Aufmerksamkeit geschuldet ist, stehe Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung und verbleibe

 

mit freundlichen Grüßen

 

Michael Schürmann